Blended Grain 46yo (Berry Bros & Rudd, Cask 1, 1971)

Feb 21st, 2019 | By | Category: Allgemein
Whisky Blended Grain 46yo, Berry Bros & Rudd, Cask 1, 1971

Name Blended Grain
Alter 46 Jahre (1971/2018)
Alkohol 48 %
Abfüller Berry Bros & Rudd
Fassnummer 1
Lagerung Bourbonfässer
Sonstiges Nicht kühlgefiltert, kein Farbstoff
Region Schottland
Kategorie Lustigmacher

Farbe Dunklerer Bernstein
Geruch Pattex (lang anhaltend), leicht geschmortes Plastik… naja, erstmal was stehen lassen, frisches Holz kommt auf, altes Leder, Rum, Karamell, süße Beeren in Honig/Sirup, immer noch etwas Pattex, irgendwie staubig-trocken, Heu, mehr Karamell, ein wenig Zitrus, alte Eichenmöbel, reife exotische Frucht, leicht alkoholisch brennend, wieder Honig und Sirup
Geschmack Zuckersüß und mit leichter Würze, reife exotische Frucht, Rum, Sirup, dann mehlig, fast kein Alkohol, ziemlich ‘grainig’, ätherische Schärfe (Campher), trocken-mehliges Brot, schwarzer Tee, später recht ölig und doch lebendig, Szechuanpfeffer, immer noch Rum und Süße
Finish Huch, weg isser… dann wieder trocken-mehlig, ätherische Noten, Nuss, sanfte Röstaromen, wieder typischer Grain, pfeffrige Schärfe und frisches Wrigley’s Spearmint, etwas leicht bitterer schwarzer Tee, bleibt frisch, recht lang

Aromen Frucht Getreide Süße Holz Würze Alkohol Rauch

Mein Fazit Einen Blended Grain mit diesem Alter bekommt man auch nicht so häufig ins Glas. Besten Dank an den Schmausel für das Sample!

Doch du meine Güte, was braucht dieser Dram Zeit! Zu allen Zeiten. Es ist auch nach 46 Jahren im Fass immer noch unverkennbar ein Grain Whisky, und genau das macht es ihm mitunter schwer. Alleine die Nase braucht weit mehr als eine halbe Stunde, nur um den Klebstoff loszuwerden. Danach geht es dort jedoch mit Alter, Süße und Klasse weiter – wie auch im Mund. Dort wandelt sich der Dram mit der Zeit zu einem frischen und jung wirkenden Methusalem-Grain. Dieses Profil behält er im Großen und Ganzen auch im Abgang bei. Was mich bei dem Dram für eine bessere Wertung stört, ist jedoch keinesfalls die lange Zeit, die man mit ihm verbringen musskann. Es ist eher der bereits erwähnte kaum enden wollende Klebstoff und eine phasenweise deutliche Trockenheit in Mund und Abgang. Hinzu kommt noch ein überraschendes Aromaloch kurz nach dem Schlucken, wo die Frische einfach in einem Nichts endet. Irgendwie passt das nicht, wie ich finde. Aber ansonsten ist der Dram klassisch-lecker, das muss man ihm lassen.

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