Glen Els – The Alrik (Early Bird, Edition 1912)

Jan 6th, 2015 | By | Category: Verkostungen
Single Malt Whisky Glen Els The Alrik, Early Bird, Edition 1912

Name Glen Els The Alrik (Early Bird, Edition 1912)
Alter Keine Angabe (‘ein paar Jahre’, abgefüllt: 2013)
Alkohol 52,3 % (keine Fassstärke)
Abfüller Hammerschmiede
Lagerung PX Sherry Hogshead, PX Sherry Butt
Sonstiges Nicht kühlgefiltert, keine Farbstoffe
Region Deutschland
Kategorie Handwerkskunst
 
Farbe Dunkler Bernstein gemischt mit Kupferrot
Geruch Rauchig-würzig, Butter und Räucherschinken, Malz und dunkle Früchte, Gummi und Druckerschwärze, dann mehr Rauch von frischem Nadelholz, immer noch Gummi aber auch ein paar frischere Früchte, Grillmarinade, spät kommen ein wenig Sherry und Vanille durch sowie zerlassene Butter wieder zurück
Geschmack Fruchtig-würzig, reiner Sherry, sehr süß und ölig, wird langsam reifer und schwerer, dann wieder eine Menge Räucherschinken, etwas nussig, wird trockener und ein klein wenig bitter, leicht adstringierend
Finish Recht kurz, der Sherry ist fast weg, reiner Rauch läuft durch den Hals, Erdnüsse kommen auf, wieder ein eher trockener Eindruck, mit Malz und dunkler Schokolade, sanfte ätherische Noten, im Ende liegen Rauch und etwas würziger Sherry
Im Detail Es gibt Frucht, aber die geht sowas von unter
Der recht hohe Alkoholgehalt ist gut eingebunden
Malz und trockenes Weißbrot hinterlassen ein paar Spuren
Sherry sorgt im Mund für anfängliche Explosionen
Ein paar Nüsse im Finish… keine Ahnung, wie die überlebt haben
Im Prinzip würzt hier alles, was nicht rauchig ist…
… und der Rest ist (lecker) rauchig
Mein Urteil Wow, was war denn hier alles drin? Und wie passt das alles in eine solch kleine Flasche? Von Beginn an bekomme ich die Aromen wechselweise sowas von um die Ohren Nase gehauen, dass ich Probleme mit dem Mitschreiben habe. Sehr intensiv, sehr ungewöhnlich, sehr vielfältig, wenn auch recht leicht zu erhaschen. Der Mund legt eine Kehrtwende hin, die ich nie erwartet hätte, deren Aromen aus den gebrauchten Sherryfässern aber in ihrer Intensität durchaus zur Brennerei passen. Der Abgang liegt in einer Linie mit der Aufmachung der Flasche, dunkel, nebelig und undurchdringlich. Aber wenn man bis hierhin gekommen ist, gibt es sowieso kein Entkommen mehr. Die Nase ist zweifelsfrei der Höhepunkt, danach wird es ein wenig eintönig – relativ zur Nase gesehen. Als Handwerkskunst bewerte ich diese Abfüllung, weil mir die unglaublich präsenten Aromen im Zusammenspiel sehr gut gefallen. Es wird aber sicher auch Zeitgenossen geben, die hiervor zurückschrecken und möglicherweise die fehlende Tiefe der Abfüllung beklagen. Doch darauf kommt es hier nun wirklich nicht an.
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