Glengoyne 14yo German Oak

Apr 14th, 2014 | By | Category: Verkostungen
Single Malt Whisky Glengoyne 14yo German Oak

Name Glengoyne
Alter 14 Jahre
Alkohol 49 %
Abfüller Glengoyne
Lagerung Deutsches (fränkisches) Eichenholz
Sonstiges Nicht kühlgefiltert, keine Farbstoffe
Region Highlands
Kategorie Lustigmacher
 
Farbe Bernstein mit etwas Rost
Geruch Vielfältig, erst leicht zitrusfrisch und süßlich, dann herbere Noten mit Vanille, Mokkaschokolade, einer Priese geräuchterem Speck und Leder, dahinter ein wenig Eukalyptus
Geschmack Spritzig und belebend, mit Blumen und Banane, wirkt leicht und trocken wird aber doch recht chilischarf
Finish Recht lang, frische Schärfe nach Chili und wieder Eukalyptus, Kakao mit Schlagsahne, etwas Fruchtsüße (Pflaume, sehr reife Melone), behält seine Frische bis zum Schluss
Im Detail Ein ganzer Fruchtcocktail hat sich hier reingeschlichen
Schon ein wenig stechend und austrocknend, aber das gibt ein gutes Gegengewicht
Keine Ahnung, woraus der hergestellt wurde…
Milde süße Aromen, recht vordergründig
Typisch holzige Noten gibt es nicht so viele, dafür aber Würze
Der hätte nicht ein Jahr länger im Fass verbringen dürfen, eher im Gegenteil
Nichtraucher, die Speck-Noten in der Nase gehen in Richtung fleischig-deftig
Mein Urteil Das war mal eine willkommene Abwechslung zum Einheits-Bourbon-Sherry-Port-Fass-Brei, den man so regelmäßig aus den verschiedenen schottischen Whiskyflaschen holt. Überraschend, was Holzarten aus einem Whisky machen können. Deutsche Eiche ist im Fass bekanntermaßen ein wenig freizügiger in Bezug auf die Abgabe von Holzaromen als amerikanische Eiche, aber das hier… puha. Als Spezialanfertigung aus einer fränkischen Küferei werden die Fässer zudem vorher noch keine anderen Spirituosen beheimatet haben, was wiederum einen Boost für Frische und Würze gibt. Überraschend finde ich aber auch, dass ich kaum ‘weiche’ Holzaromen wie Nuss o.ä. finden konnte, sondern sehr ausgeprägte kräftige Aromen. Alles in Allem ist das Experiment also geglückt. Doch obwohl es interessant war, lässt mich diese Art der Lagerung und Reifung keine Freudensprünge machen; es bleibt einfach zu viel auf der Strecke, dass die Brennerei ins Fass gesteckt hat.
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