Glenmorangie 24yo (Culloden Bottle, 1971)

Nov 4th, 2017 | By | Category: Verkostungen
Single Malt Whisky Glenmorangie 24yo, Culloden Bottle, 1971

Name Glenmorangie
Alter 24 Jahre (1971/1995)
Alkohol 43 %
Abfüller Glenmorangie (für National Museum of Scotland)
Lagerung Eichenholzfässer (Mischung aus Bourbon und Sherry?)
Sonstiges Nicht kühlgefiltert, kein Farbstoff
Region Highlands
Kategorie Lustigmacher

Farbe Zwischen dunklerem Bernstein und Ale
Geruch Grüne Wiese, Sherry, feuchtes Nadelholz geht über in Tannenwald, Rum, ziemlich verschlossen, oh… es geht weiter… nach einer halben Stunde, trockenes Laubholz, Orange, Kiwi, ein wenig Karamell, ein Hauch von Muskat, aber im wesentlichen immer noch Holz und Sherry (ersteres wird etwas muffiger, letzteres etwas trockener), dunkle Beeren, leicht säuerlich, später mit mehr Sherry als Holz (hurra…!)
Geschmack Weich und cremig, Vanille und süßer Honig, süßes Lakritz, Sherryaromen, jetzt auch wieder mit Holz und ein wenig mehr Wumms (aber ohne Alkohol!), Orange, süße Melone und Ananas, ein reiner Fruchtpunsch, ein wenig Mentholfrische, Feigen und tropische Trockenfrüchte, Meditonsin, immer noch weich und verführerisch
Finish Mittellang, weich, malzig süß, honigsüß, wieder etwas erfrischendes Menthol, trockenes und später auch leicht bitteres Laubholz, dazu auch ein wenig fruchtige Bitterkeit, mildes Lakritz, immer noch süß und weich

Aromen Frucht Getreide Süße Holz Würze Alkohol Rauch

Mein Fazit Sobald dieser Dram einem über die Lippen geht, muss man aufpassen, dass man nicht reflexartig das Glas aussaugt. Das ist schon sehr lecker. Das ist sowas von klassisch weich, sowas von gehaltvoll, sowas von verführerisch. Das hat am Ende was von Meditonsin – was deutlich günstiger zu bekommen und auch ungleich gesünder ist. Auch der Abgang geht in die Richtung dieses süßlich-bitteren. Lecker, jedoch nicht ganz so interessant wie im Mund. Nur die Nase will mir auch nach anderthalb Stunden im Glas nicht viel verraten. Holz, Sherry, Holz, wieder Holz, ein paar Früchte, Holz und Holz, Holz und Sherry… so in etwa kommen da die Aromen raus (obwohl das Holz nicht schlecht riecht…). Das ist mir eindeutig zu wenig für einen richtig überzeugenden Malt Whisky, so lecker der Rest auch sein mag.

Ich bin dennoch froh, dass die Post es gnädigerweise erlaubt hat, dass ich hiervon ein Sample bekommen und am Ende auch probieren durfte. Eine größere Flasche wird es trotz aller Vorschusslorbeeren aber nicht werden, dafür müsste bei den heutigen Preisen in der Nase viel mehr passieren.

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