Posts Tagged ‘ Bourbon ’

Whiskyreise – Teil 5: Laphroaig, Lagavulin, Ardbeg

Jun 9th, 2016 | By
Schottlands Landkarte in Nationalfarben

Unser Plan für diesen Tag war nicht ohne. Wir wollten von Port Ellen raus zum Kildalton Cross, um neben den kulinarischen Spezialitäten von Islay auch etwas von der Kultur und der Natur der Insel zu erleben. Irgendwas um die 26 km. Zu Fuß. Völlig stressfrei. Und unser Plan war so gut. Zu Beginn sollte es einen Abstecher nach Lagavulin oder Ardbeg geben, um frisches Proviant in Flüssigform einzuladen. Bei Lagavulin mussten wir sowieso reinschauen, weil wir ja das Ambassador-Tasting um 11 Uhr gebucht hatten. Dann wären wir gemütlich raus nach Kildalton und falls wir auf dem Rückweg geschwächelt hätten, wäre uns der letzte Teil des Rückweges mit dem Bus von Ardbeg leichter gefallen. Leider, leider, leider machte uns das Unglück mit dem Stuhl am Vorabend und mein Schienenbein an diesem Morgen einen dicken Strich durch die Rechnung. So eine Tour war an diesem Tag einfach nicht drin.



Kilkerran 11yo (Work in Progress 7, Bourbon)

Oct 13th, 2015 | By

Name Kilkerran (Work in Progress 7) Alter 11 Jahre (2004/2015) Alkohol 54,1 % Abfüller Glengyle Lagerung Bourbonfässer Sonstiges Nicht kühlgefiltert, kein Farbstoff Region Campbeltown Kategorie Lustigmacher   Farbe Zwischen Gold und Apfelsaft Geruch Würzig-fruchtig, Getreide, saurer Apfel, Mandarine, Orange, Lavendel, eine gute Portion Karamell und etwas Vanille, deutliche Meeresbrise, zwischenzeitlich eine leichte Rauchfahne, ein wenig…

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Kein Whisky ohne Eiche

May 28th, 2015 | By
Ardbeg Whiskyfässer

Ein Whisky aus Schottland muss mindestens 3 Jahre in Fässern aus Eichenholz reifen, bevor er sich Scotch Whisky nennen darf. So steht es in der Scotch Whisky Regulation. Die Fässer, die schottische Brennereien zumeist für die Reifung ihres Destillates verwenden, kommen aus den USA, wo sie oft für die Reifung von Bourbon verwendet werden. Gebrauchte Bourbonfässer aus amerikanischer Weißeiche werden gerne verwendet, weil sie dem schottischen Whisky einen charakteristischen Geschmack verleihen. Ergänzend hierzu werden oft auch Fässer aus europäischer Eiche eingesetzt, in denen vorher Sherry, Port oder diverse Weinsorten lagerten. So weit, so gut. Doch was passiert, wenn nicht genügend Fässer oder – schlimmer noch – nicht genügend Eichenholz zur Herstellung der Fässer zur Verfügung stehen?



Whisky-Mythen, aufgeklärt

Oct 9th, 2014 | By
Bowmore Washback

Ach, was ranken sich im vermeintlichen Allgemeinwissen über Whisky doch Mythen. Damit meine ich natürlich nicht die im mystischen Verstand des Wortes. Es sind eher solche, die in der Öffentlichkeit über das Lebenswasser immer wieder verbreitet wurden und werden, bei näherer Betrachtung jedoch allenfalls als Vorurteil oder als Unwahrheit angesehen werden können. Nur weil Aussagen oft genug wiederholt werden, steigert das bekanntlich nicht deren Wahrheitsgehalt. Was ist also wirklich dran an den Mythen um das Lebenswasser? Was ist wahr, was ist falsch? Im Folgenden die Wahrheit zu den 10 wohl beliebtesten Whisky-Mythen.



Turbo-Reifung

Oct 8th, 2013 | By
Fary Lochan New Spirit

Wie sagt man doch noch so schön? ‘Gut Ding will Weile haben’. Das gilt nicht zuletzt für die Reifung von Whisky. Warum sonst sollte man einem echten Whisky sonst vorschreiben wollen, dass er mindestens 3 Jahre in Eichenholzfässern zu lagern hat? Und wenn man der Werbung glauben darf, dann steht in Tennessee – der Heimat von Jack Daniels – sogar die Zeit still. Aber… Zeit ist auch Geld! Und das gilt insbesondere für neuere und kleinere Brennereien, denen das Kapital für eine Lagerung von mehr als 3 Jahren fehlt. Und es gilt für Brennereien, deren Standort eine längere Lagerung einfach nicht zulässt. Und es gilt für Brennereien, die sich um die Tradition des Whiskys weniger scheren als um den Versuch, etwas Neues präsentieren zu können. Stichwort: Turbo-Reifung.



Verführerischer Whisky

Apr 1st, 2013 | By
Old Farm West Overton Distillery

John Saunders, der 63-jährige ehemalige Verwalter eines herrschaftlichen Wohnsitzes in Pennsylvania, wurde vor ein paar Tagen von einem Gericht wegen des Konsums von Whisky angeklagt. Dabei ist das Trinken von Alkohol in Pennsylvania eigentlich gar nicht gesetzlich verboten und auch Eis soll er sich nicht in den Whisky gemischt haben. Warum also diese Anklage? Tja, trinkt man ungefragt und ungebeten Whisky (oder in diesem Fall eher Whiskey), der einem nicht gehört, kann man schon Probleme mit dem Besitzer und danach auch mit dem Gesetz bekommen. So angeblich geschehen für besagten John Saunders.



Was machen mit alten Whiskyfässern?

Feb 17th, 2013 | By
Whiskyfaesser

Jeder Whisky muss wenigstens 3 Jahre in Fässern aus Eichenholz reifen. Sonst darf er sich nicht Whisky nennen, wenn er aus Schottland oder anderen halbwegs zivilisierten Ländern kommt. Jedoch gibt es auch Whiskys, die 40 Jahre und mehr in Eichenholzfässern verbringen. Dabei kommt da eine ganz schön große Anzahl an Fässer zusammen, die in den Lagerhäusern der Destillerien unserer Zeit auf ihre Bestimmung warten. Laut Wikipedia lagerten bereits im Jahre 2004 alleine in Schottland 18 Millionen Fässer. Heute dürfte diese Zahl wegen der gestiegenen Nachfrage und der Kapazitätserweiterungen einiger Destillerien bei weit über 20 Millionen Fässern liegen und um ein Vielfaches höher, wenn man sich weltweit umsieht. Doch was macht man mit alten Whiskyfässern?



The Lakes Distillery

Dec 16th, 2012 | By
Lakes Distillery Schild

Die erste legale Whiskydestillerie in Cumbria – das haben sich Cumbria Distillers auf die Fahnen geschrieben. Whisky wurde in der Gegend zwar schon vor Jahrhunderten gebrannt, aber immer nur illegal. Im Lake District soll Mitte des kommenden Jahres offiziell die Lakes Distillery ihre Arbeit aufnehmen und damit eine Jahrhunderte alte Tradition weiterführen. Gründer und Geschäftsführer wird Paul Currie, der mit seinem Vater 1995 die heute recht erfolgreich arbeitende, einzige Whiskybrennerei auf der Isle of Arran gegründet hat. Die Destillerie im Lake District soll aber nicht nur Whisky brennen, sondern zunächst Umsatz durch den Verkauf von Gin mit dem Namen ‘Jenupus’ generieren, der aus heimischen Wacholder produziert wird.



Welche Fässer gibt es für Whisky

Nov 13th, 2012 | By
Lagerhaus Fässer Kilchoman

Whisky aus Schottland muss – damit er sich entsprechend der Scottish Whisky Regulation überhaupt erst Whisky nennen darf – unter anderem mindestens 3 Jahre nach der Destillation lagern und reifen. Und ebenfalls entsprechend dieser Bestimmung muss der Whisky zur Reifung in Fässern aus Eichenholz lagern. Als weitere Voraussetzung wird von offizieller Seite angegeben, dass diese Fässer nicht mehr als 700 Liter Inhalt fassen dürfen. Für die EU gibt es ähnliche Voraussetzungen, genauso wie viele andere Länder ihre eigenen Regeln definiert haben, die sich oft am schottischen Original orientieren.



Whisky statt Grappa bei Puni

Nov 1st, 2012 | By
Puni Destillerie Glurns Whisky Kubus

Puni ist der Name der ersten Destillerie in Italien, die Single Malt Whisky brennt. Benannt ist sie nach dem gleichnamigen Fluss im nahe gelegenen Planeiltal. Vor wenigen Tagen wurden die Tore des recht ungewöhnlich gestalteten Brennereigebäudes in einem Gewerbegebiet der Gemeinde Glurns für die Öffentlichkeit geöffnet. Dabei konnte man bereits einen New Make und ein für 6 Monate in frisch entleerten Marsala Vergine Fässern gelagertes Destillat verkosten. 2015 erwartet man, den ersten ‘echten’ Whisky aus Italien nach dreijähriger Reifungszeit auf den Markt bringen zu können.