Whisky? Slàinte mhath!

Aug 30th, 2011 | By | Category: Geschichte(n)

Bowmore Single Malt Whisky, Glas mit UntersetzerLiebe Leser,
der erste Artikel ist immer der schwierigste, heißt es. Ich kann dem nur zustimmen. Ähnlich verhält es sich wohl mit Whisky. Der erste Schluck – sei es auch von einem preisgekrönten Single Malt – ist nicht unbedingt der Beginn einer innigen Liebe. Diese Erfahrung werden einige schon gemacht haben. Ich auch. Nur gut, dass Whisky nicht gleich Whisky ist und für viele Geschmäcker der richtige Tropfen in den Destillerien dieser Welt gebrannt wird.

Meinen ersten Single Malt habe ich mir vor knapp 20 Jahren im NAAFI-Store der Kaserne gekauft, in der ich stationiert war. Ein Glenfiddich 12 yo. Warum gerade diesen? Das lag wohl daran, dass als Alternativen noch Jim, Jack und Johnny in den Regalen standen. Und da dachte ich mir, dass ich es von Anfang mal richtig machen sollte. Immerhin stand Single Malt auf der Flasche. Das musste doch was besonders gutes sein.

Doch wie gesagt: dieser Glenfiddich war nicht der Anfang meiner Leidenschaft. Um ehrlich zu sein, steht die Flasche auch heute noch in meinem Regal, hinten irgendwo, zwei Drittel voll.

Erst ein paar Jahre später, während eines Auslandssemesters in schottischen Glasgow, konnte ich der flüssigen Versuchung nicht mehr widerstehen. Wie auch? In Schottland ist der Whisky zu Hause und es gibt ihn dort an jeder Ecke. Damals sogar noch zu Preisen, die auch für Studenten in ausreichenden Mengen erschwinglich waren.

Das erste kleine Whisky-Lexikon wurde angeschafft, es gab Touren in die umliegenden Destillerien und nicht zuletzt wurden die lokalen Pubs in regelmäßigen Abständen besucht. Der Favorit war The Pot Still in der Hope Street mit einer für meine damalige Vorstellung unglaublichen Auswahl an Whiskys aus den schottischen Highlands und Lowlands und von den Inseln rund um Schottland.

Heute muss ich nicht mehr unbedingt nach Schottland, wenn ich einen guten Whisky trinken möchte (was mich aber nicht ab und zu von einer Tour abhält…). Zum einen ist Whisky heute auch auf dem europäischen Festland etabliert und ohne größere Schwierigkeiten zu erwerben, zum anderen stehen in meinen Regalen mittlerweile auch über 80 Flaschen mit Single Malts aus aller Welt. Und bevor jetzt böse Gerüchte aufkommen: Nur eine handvoll Flaschen wurden bisher trocken gelegt.

Denn Whisky ist kein Trostspender sondern in Maßen zu genießen. Nicht nur der eigenen Leber zuliebe, nein, auch aus Respekt vor dem Geschmack. In diesem Sinne also,

Slàinte mhath und angenehme Leselust!

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