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May 29th, 2014 By Wasser mit Whisky Whisky und Wasser

Wer jetzt denkt, er liest nicht richtig, der irrt. Der Titel des Beitrages passt genau so, wie er dort steht. Ich möchte heute weniger über Whisky mit Wasser schreiben, eher über Wasser mit Whisky. Zugegeben, das könnte ein Thema für eingefleischtere Whiskygenießer werden, aber ich finde es interessant genug, ein paar Worte darüber zu verlieren. Doch worum geht es? Normalerweise gibt man ein paar Tropfen Wasser in einen Whisky, um den Alkoholgehalt zu reduzieren oder um Aromen freizusetzen. Normalerweise. Ich habe das ganze umgedreht und nur ein paar Tropfen Whisky ins Wasserglas gegeben. Mit teilweise erstaunlichen Folgen.



Whiskywelten: Australien

fahne landkarte australien

Denkt man an ‘Down Under‘, also an Australien und meinetwegen auch noch an Neuseeland, so kommen einem Kängurus und Kiwis, Wüste, wunderschöne Landschaften und Waldbrände, Aborigines, Rugby und dummerweise auch Fosters in den Sinn. Mir zusätzlich noch eine dänische Kronprinzessin. Aber Whisky? Wohl eher weniger. Doch gibt es etliche Destillerien auf der anderen Seite der Erde, die Whisky produzieren – dazu noch einige sehr gute. Zu nennen sind hier sicher Lark, Sullivan’s Cove und Bakery Hill. Und es gibt ein paar, die zur Zeit noch an ihrem ersten echten Single Malt Whisky arbeiten. Australien ist also doch eine (kleine) Whiskywelt.

Frauen in der Whiskywelt

Bessie Williamson Distillery Manager Laphroaig

Sie sind zwar eher rar gesät, aber es gibt sie durchaus: Frauen in der Whiskywelt. Egal, ob man nun in die Besitzbücher von Destillerien schaut, in die Produktion des Wassers des Lebens, hinter die Namen unabhängiger Abfüller, in das Impressum diverser Blogs oder in die Räume von Whiskymessen, Whisky ist keinesfalls länger etwas, das uns die Wild West Filme der 60er Jahre noch beigebracht haben. Statt Statussymbol harter Cowboys (und vereinzelter Cowgirls) ist Whisky, insbesondere Single Malt, heute eine Sache des guten Geschmacks geworden. Und dieser sprach, spricht und wird hoffentlich noch viele Frauen ansprechen.

Highland Park’s Valhalla Collection

Highland Park Thor

Was haben Thor, Loki, Freya und Odin gemeinsam? Ja, genau, sie sind Figuren aus der nordischen Mythologie. Aber was haben sie mit Whisky zu tun? In der Whiskywelt sind es ganz einfach Namen für Abfüllungen der Destillerie Highland Park, die neben Scapa als eine der beiden Brennereien auf der Insel Orkney nördlich des ‘Festlandes’ von Schottland ihre Heimat hat. Dort hat man im letzten Jahr die Valhalla Collection in einer ersten Edition mit dem Namen ‘Thor’ aufgelegt. Bis 2015 soll auf den Thor jedes Jahr noch eine weitere Abfüllungen folgen, eben mit den bereits genannten Namen Loki, Freya und Odin.

Scotch aus Schottland

Bunnahabhain Logo Scotch Whisky

Scotch kommt natürlich aus Schottland. Whisky, der in anderen Ländern produziert wird, darf sich nicht so nennen. Das gleiche gilt in der EU ja auch für andere geschützte Herkunftsbezeichnung wie Champagner aus Champagne, für Parmaschinken aus der Provinz Parma oder das spontangärende Lambic Bier, das nur aus Belgien kommen darf. Doch das ist nur die eine Seite des Geschäfts. Die andere Seite dreht sich um die Frage, wo die Einnahmen aus dem äußerst lukrativen Verkauf von schottischen Malt Whiskys hinfließen. Schottland? Nein, das wäre ein Trugschluss.

Whisky und Golf bei Kingsbarns

Kingsbarns Distillery Logo

Warum nicht, Whisky und Golf passen doch für schottische Verhältnisse mehr als gut zusammen? Wenn die Spieler sich nach einer erfolgreichen Runde am 19. Loch treffen, gibt es doch wohl nichts schöneres, als den Tag mit einem richtig leckeren Dram ausklingen zu lassen. Nur wenn dann die nächstgelegene Destillerie von einem der bekanntesten Golfclubs Schottlands, dem ‘Royal & Ancient Golf Club Of St. Andrews‘, in einem sonst von Destillerien gespickten Land mehr als eine Autostunde entfernt liegt, dann ist was faul im Staate Schottland. Genau das scheinen sich auch die Väter der Kingsbarns Distillery im Kingdom of Fife gedacht zu haben. Hier in den schottischen Lowlands entsteht zur Zeit eine der vielleicht schönsten neuen Brennereien Schottlands.

Das gewisse Extra an Geschmack

Whisky mit extra Geschmack von Honig und Schwarzkirsche

Whisky hat seinen ganz eigenen Geschmack. Manchmal ist er rauchig, manchmal ist er fruchtig, meistens ist es eine Mischung aus allen möglichen Aromen. Und gerade diese Vielfalt macht den Whisky so interessant. Hat man dazu noch einen Single Malt Whisky aus Schottland im Glas, kann man sicher sein, dass man nur Aromen präsentiert bekommt, die aus Destillation und Lagerung stammen. Es gibt keinerlei Zusatzstoffe, die den Geschmack beeinflussen würden. Teile der Whiskyindustrie bieten nun allerdings immer häufiger Spirituosen basierend auf Whisky an, die das gewisse Geschmacksextra durch künstlich zugesetzte Aromen erhalten. Allen voran Whiskyliköre mit Aromen von Honig, Zimt oder Schwarzkirschen.