Caperdonich 39yo (Whisky Agency, Private Stock, 1972)

Jul 22nd, 2015 | By | Category: Verkostungen
Single Malt Whisky Caperdonich 39yo,Whisky Agency, Private Stock

Name Caperdonich (Private Stock)
Alter 39 Jahre (1972/2011)
Alkohol 52,8 %
Abfüller The Whisky Agency
Lagerung Ex-Sherry Hogshead
Sonstiges Nicht kühlgefiltert, kein Farbstoff
Region Speyside
Kategorie Lustigmacher
 
Farbe Zwischen Bernstein und Southern Comfort
Geruch Fruchtig-würzig, reife Südfrüchte (Pfirsich, Galiamelone, ein paar Orangen), dazu Würze diverser Kräuter, Honig und Vanille, frisch gerollte Zigarren, eine leichte Meeresbrise, spät mit Eichenholz und altem feuchten Leinen, hier und da Lavendel, dann auch eine seichte Rauchfahne, Alkohol sticht ein wenig
Geschmack Süße Früchte direkt gefolgt von einem Aromenpotpourri (salzig, sauer, bitter, scharf… aber sehr erfrischend), leicht wässrig-metallisches Mundgefühl, hölzerne Trockenheit mit den Früchten im Hintergrund, ein Hauch von feuchtem Rauch, Alkohol leicht brennend
Finish Recht lang, immer noch die reifen Früchte, wieder diese fruchtig-frische Bitterkeit, hinten raus auch mit etwas BBQ (weniger Rauch als Soße), anständig hölzern-nussig, Eukalyptus und immer noch mit einer guten Portion Gerste
Im Detail Durchweg genau richtig, reif und lieblich
Wirkt schön frisch, aber in der Nase etwas zügellos
Gaaaanz zum Ende kommt noch Gerste dazu
Süß sind eigentlich nur die reifen Früchte
Drängelt nicht, lässt sich Zeit, aber kommt dann umso deutlicher
Variabel, frisch und doch alt, aber nicht unbedingt harmonisch
Mit einem konstanten Pfitzelchen von Rauch
Mein Urteil 93,48 ist die aktuelle Bewertung dieses Drams auf der Whiskybase – und damit mit ziemlich deutlichem Abstand die Zweitbeste für einen Caperdonich. Soll ich mir dafür was kaufen? Zumal hier satte 46 Stimmen für eine mittlerweile sündhaft teure Abfüllung abgegeben wurden, von der es nur 57 Flaschen gibt? Nein. Darum mein eigenes Urteil, das dem Dram auf jeden Fall hohe Qualität, viel Tiefe und interessante Aromen zugesteht. Der große Minuspunkt liegt für mich in den wenig harmonischen Würzaromen, die sich so gar nicht an die Regeln des guten Geschmacks halten wollen. Nur die Nase macht hier eine Ausnahme und bietet das volle Programm in Farbe. Positiv finde ich auch das Ende… aber mit den Vorschusslorbeeren ist der Dram im besten Fall eine unerwartete Überraschung.
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