Ardbeg Galileo

Jan 5th, 2016 | By | Category: Verkostungen
Single Malt Whisky Ardbeg Galileo

Name Ardbeg Galileo
Alter 13 Jahre (1999/2012)
Alkohol 49 %
Abfüller Ardbeg
Lagerung Bourbonfässer, Marsalafässer
Sonstiges Nicht kühlgefiltert, kein Farbstoff
Region Islay
Kategorie Lustigmacher
 

Farbe Rostiger Bernstein
Geruch Mild-würziger Rauch, erkaltetes Lagerfeuer, Karamell, Rosinen und in Zucker aufgekochte Pflaumen, ein wenig belebende Zitrusfrüchte (in Richtung Ahoi-Brause), etwas Säuerliches (wie Sauerteig mit viel Hefe)
Geschmack Erst noch recht mild mit Zucker und etwas Cremigkeit, dann schnell mit einem ziemlichen Pfefferpunch, der Rauch wird etwas bissiger, Bitterkeit kommt auf, wieder diese belebende Zitrusnote
Finish Recht lang, malzig-fruchtig, Rauch von brennendem Lagerfeuer, wieder das Säuerliche aus der Nase, holzige Bitterkeit, wird ein wenig trockener und ätherisch, es bleibt eine mundfüllende Mischung aus Rauch, Bitterkeit und ein wenig Eukalyptus
Im Detail Zitrus ist ein wichtiges aber flüchtiges Aroma
Zu viel Rums im Mund
Ich zähle hier einfach das Hefearoma hinzu
Schnell vergangener zuckriger Antritt im Mund
Für das Alter und die sonstige Kraft schon mit deutlichem Holzaroma
Gut gepaart, insbesondere in der Nase
Deutlich, aber nicht überdeutlich
Mein Urteil Die Bewertung dieser Abfüllung ist relativ in Bezug zu den Möglichkeiten dieser Brennerei zu sehen. Es gibt so viele erstklassige (unbezahlbare) Drams aus lang vergangenen Zeiten, die diese um Längen hinter sich lassen. Dennoch finde ich, dass diese Abfüllung noch die beste der letztjährigen Sonderabfüllungen (Alligator, Auriverdes… sorry, Ardbog und Perpetuum muss ich noch nachtragen) war. Sie ist nicht schlecht, hat Kraft, Ausdruck, volle Aromen und eine echt leckere Nase. Doch ist auch sie nicht ganz fehlerfrei und es fehlt die bereits erwähnte Klasse des Alters. Darum: Lustigmacher mit langem Pfeil nach oben.
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2 Comments to “Ardbeg Galileo”

  1. Michaela says:

    Den Whisky habe ich noch nicht probiert, aber ich scheine ja auch nicht sonderlich viel zu verpassen. Mir wäre er wahrscheinlich auch ein bisschen zu bitter und rauchig.

    • Stefan says:

      Hallo Michaela,

      Wie jetzt, hast du den echt noch nicht probiert? Auch nicht, um mit euren Kunden darüber philosophieren zu können? Das wundert mich aber schon ein wenig… bei so einer “beliebten” Abfüllung.

      Davon ab war er nun auch nicht soooo schlecht. Rauch ist eben bei Ardbeg dabei und die Bitterkeit war nicht intensiver als bei vielen anderen Abfüllungen aus einer x-beliebigen Brennerei. Sie lag nur lange im Finish, was mich ein wenig gestört hat.

      Slainte, Stefan

      PS: Ich hoffe, Tim hat mir meine letzte Antwort nicht allzu übel genommen?!

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