Posts Tagged ‘ Islay ’

Auferstehung von Port Ellen, Brora und Rosebank

Oct 23rd, 2017 | By
Port Ellen Destillerie Islay von Meer aus

Meinen Senf? Nein, den will ich eigentlich nicht zum Thema abgeben. Andere haben schon genug darüber geschrieben, viele sehr informativ, manche eher impulsiv. Doch die Ankündigungen durch Diageo und Ian MacLeod zu den Wiedereröffnungen der von vielen längst abgeschriebenen Brennereien fand ich so ungewöhnlich, dass ich gerne ein paar meiner Gedanken dazu schreiben möchte. Weniger als “meinen Senf” als um zu schauen, wie sich die Pläne entwickelt haben, wenn ich mir diesen Post in 5 oder 10 Jahren noch einmal durchlese… und die neuen Malts probiere.



Dun Bheagan Islay 8yo

Feb 22nd, 2017 | By

Name Dun Bheagan Islay (Single Malt) Alter 8 Jahre Alkohol 43 % Abfüller Ian MacLeod Lagerung Bourbonfässer Sonstiges Nicht kühlgefiltert, mit Farbstoff Region Islay Kategorie Lustigmacher Farbe Zwischen Kupfer und Southern Comfort Geruch Würzig-rauchig, Lagerfeuer und Räucherofen, Kräuter (u.a. ein wenig Maggikraut), Salz, Grapefrucht und saure Orange, Laubholz, wird etwas erdig-faulig, süßere Früchte (Ananas, Honigmelone,…

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Islay Blended 11yo (Duncan Taylor, Octave #986128, 2001)

Sep 19th, 2016 | By

Name Islay Blended Alter 11 Jahre Alkohol 54,8 % Abfüller Duncan Taylor Fassnummer 986128 Lagerung Eichenholzfässer und Sherry-Octave (6 Monate) Sonstiges Nicht kühlgefiltert, kein Farbstoff Region Islay Kategorie Lustigmacher Farbe Bernstein Geruch Rauchig-würzig, Rauch vom nicht anbrennen wollenden Lagerfeuer, nasses Holz, ein wenig Campher und Muskat, Meeresbrise, dazu unterschwellige Süße, Vanille und Fudge, säuerliche Frucht…

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Kartenspieler in Sachen Whisky

Jul 18th, 2016 | By
Alba Collection Logo

Der Begriff “Kartenspieler” im Blog-Titel ist nicht despektierlich gemeint, ganz im Gegenteil. Vielmehr präsentiert Alba Collection die harten Fakten über Whiskydestillerien auf ihren Karten (und den zugehörigen Booklets) mit einer spielerischen Leichtigkeit, die auch den weniger Interessierten neugierig macht. Bestehende, geplante sowie ausgewählte vergangene Brennereien sind in liebevoller Detailarbeit und fein säuberlich auf Karten vermerkt. Nachdem Anfang des Jahres das Flaggschiff “Scotland’s Distilleries” in der 12. Auflage erschien, ging es Schlag auf Schlag. Japan wurde neu vorgestellt, Irland und Deutschland wurden aktualisiert. Hinzu kommen noch Karten von Islay, Österreich und der Schweiz. Vor kurzem wurden dann nagelneue Karten von den USA und Kanada veröffentlicht. Wegen der hohen Brennereidichte in einigen Gegenden der USA wurden zusätzlich 12 detailliertere Tasting-Maps entworfen.



Whiskyreise – Teil 10: Tarbert, Glasgow

Jun 19th, 2016 | By
Schottlands Landkarte in Nationalfarben

Die Nacht wurde dann doch ein wenig kürzer als von mir benötigt, unser Wecker in der Nachbarkabine und der Generator wurden wieder mal recht früh aktiv. Aber was half es, ich musste schließlich noch meine Sachen zusammenpacken und das letzte Frühstück wollte ausgiebig und in Ruhe genossen werden. Auf dem Hinflug hatte ich eine Flasche Whisky im Gepäck und noch 3,5 kg Luft bis zu den 20 kg, was ungefähr dem Gewicht von 2 zusätzlichen Flaschen entspricht. Für den Rückflug waren es viereinhalb Flaschen sowie jede Menge Kleinzeugs, das ich verstauen musste. Also kamen Gläser, diverse Sampleflaschen und mein Krimi erstmal ins Handgepäck. Das half. Eine Kofferwaage zeigte mir am Ende freundliche 19,7 kg.



Whiskyreise – Teil 8: Caol Ila, Bunnahabhain

Jun 15th, 2016 | By
Schottlands Landkarte in Nationalfarben

Eine Nacht auf einem Schiff, das nur vor Anker liegt (sagt man das so?) und nicht an einem Pier vertäut ist, muss ich nicht unbedingt nochmal haben. Jan war zwar so nett und unternahm im Laufe der Nacht was gegen die an den Bug schlagende Ankerkette, aber dennoch gingen gefühlt ein paar Stunden ohne wirklich tiefen Schlaf ins Land Meer. Das seichte Schaukeln der “Flying Dutchman” im Loch Indaal bei Bruichladdich half mir danach immerhin, den verdienten Restschlaf zu bekommen.

Es war für diesen Tag nur ein Besuch beim Open Day von Bunnahabhain geplant. Taxis und Kleinbusse sollten uns nach dem Frühstück von Bruichladdich in den nördlichen Teil von Islay bringen. Wir setzten also mit dem Schlauchboot bei nicht allzu ruhiger See (alles ist relativ, allerdings auch die Größe eines Schlauchbootes) über zum Pier und warteten auf die Mitfahrgelegenheiten. Und warteten. Und warteten. Wo blieben denn unsere Fahrer? Na klar, die standen in Port Ellen, wo sie uns bisher immer abgeholt hatten – ein knappe halbe Stunde von uns weg. So ist das eben auf Islay…



Whiskyreise – Teil 7: Kilchoman, Bruichladdich

Jun 13th, 2016 | By
Schottlands Landkarte in Nationalfarben

Die Nacht war ein wenig unruhiger als die vorherigen. Die “Flying Dutchman” lag im Hafen von Port Ellen mittlerweile zwischen dem Pier und der “Irene”. Die Fender der beiden Schiffe rieben die ganze Nacht lustvoll und geräuschvoll an den Schiffen bzw. am Pier und hielten uns wach. Aber egal, für den Tag war mehr oder weniger Entspannung angesagt, kein Stress. Das Frühstück sollte uns schon auf die Beine bringen.

Für die Tour nach Kilchoman hatte Michael wieder ein paar Taxis bestellt. Nicht alle Mitreisenden wollten die Brennerei an ihrem Open Day sehen und deshalb war für mich diesmal sogar Platz auf einem ganz normalen Sitz. Die Aussicht war so zweifelsfrei besser, aber für den Fahrkomfort hätte ich lieber wieder im Kofferraum gesessen. Während wir bei Kilchoman waren, wollte die “Flying Dutchman” ins Loch Indaal gesegeln und dort am Abend vor dem Pier von Bruichladdich auf uns warten.



Whiskyreise – Teil 6: Bowmore, Ardbeg

Jun 11th, 2016 | By
Schottlands Landkarte in Nationalfarben

Dieser Tag sollte vom Papier her der härteste für Kai und mich werden. Bowmore hatte seinen Open Day und wir hatten dort zwei Tastings gebucht, das erste davon schon um 9.30 Uhr. Für den Abend hatte Michael eine private Führung bei Ardbeg für unsere Reisegruppe arrangiert. Mit Jackie Thomson, der Chefin vom Visitor Center bei Ardbeg. Ein kleines Highlight bei unserem Besuch des Feis Ile. Aber dazu später mehr.

Es sollte aber auch der Tag des schlechten Gewissens für mich sein, vergnügte ich mich doch mit Kai in schottischen Brennereien, anstatt meinen Hochzeitstag zusammen mit meiner (sehr verständnisvollen) Frau zu feiern.



Whiskyreise – Teil 5: Laphroaig, Lagavulin, Ardbeg

Jun 9th, 2016 | By
Schottlands Landkarte in Nationalfarben

Unser Plan für diesen Tag war nicht ohne. Wir wollten von Port Ellen raus zum Kildalton Cross, um neben den kulinarischen Spezialitäten von Islay auch etwas von der Kultur und der Natur der Insel zu erleben. Irgendwas um die 26 km. Zu Fuß. Völlig stressfrei. Und unser Plan war so gut. Zu Beginn sollte es einen Abstecher nach Lagavulin oder Ardbeg geben, um frisches Proviant in Flüssigform einzuladen. Bei Lagavulin mussten wir sowieso reinschauen, weil wir ja das Ambassador-Tasting um 11 Uhr gebucht hatten. Dann wären wir gemütlich raus nach Kildalton und falls wir auf dem Rückweg geschwächelt hätten, wäre uns der letzte Teil des Rückweges mit dem Bus von Ardbeg leichter gefallen. Leider, leider, leider machte uns das Unglück mit dem Stuhl am Vorabend und mein Schienenbein an diesem Morgen einen dicken Strich durch die Rechnung. So eine Tour war an diesem Tag einfach nicht drin.



Whiskyreise – Teil 4: Islay, die Anreise

Jun 8th, 2016 | By
Schottlands Landkarte in Nationalfarben

Die erste Nacht auf der “Flying Dutchman” verlief mehr als erfreulich. Ich hatte meine Bedenken, auf einem Schiff keine Ruhe finden zu können, aber das war Gott sei Dank nicht der Fall. Möglicherweise haben mir die diversen Drams des Vorabends die nötige Bettschwere verliehen, möglicherweise ist eine Nacht auf einem Schiff doch nicht so schlimm, wie ich dachte. Ich weiß es nicht. Nur der unbarmherzige Weckruf kam etwas früh. Jan, der Schiffskoch, hatte seine Kabine direkt neben unserer und er hat nicht unbedingt versucht, sein Aufstehen zu nachtschlafender Stunde vor uns geheim zu halten. Zudem liefen Generator und Schiffsmotor irgendwann an, so dass an Schlaf nicht zu denken war. Naja, 6 Uhr war zwar früh, aber auf der Überfahrt nach Islay gab es bestimmt ein paar Minuten der Ruhe, in denen ich etwas Schlaf nachholen konnte.