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Whiskyreise – Teil 6: Bowmore, Ardbeg

Jun 11th, 2016 | By
Schottlands Landkarte in Nationalfarben

Dieser Tag sollte vom Papier her der härteste für Kai und mich werden. Bowmore hatte seinen Open Day und wir hatten dort zwei Tastings gebucht, das erste davon schon um 9.30 Uhr. Für den Abend hatte Michael eine private Führung bei Ardbeg für unsere Reisegruppe arrangiert. Mit Jackie Thomson, der Chefin vom Visitor Center bei Ardbeg. Ein kleines Highlight bei unserem Besuch des Feis Ile. Aber dazu später mehr.

Es sollte aber auch der Tag des schlechten Gewissens für mich sein, vergnügte ich mich doch mit Kai in schottischen Brennereien, anstatt meinen Hochzeitstag zusammen mit meiner (sehr verständnisvollen) Frau zu feiern.



Kein Whisky ohne Eiche

May 28th, 2015 | By
Ardbeg Whiskyfässer

Ein Whisky aus Schottland muss mindestens 3 Jahre in Fässern aus Eichenholz reifen, bevor er sich Scotch Whisky nennen darf. So steht es in der Scotch Whisky Regulation. Die Fässer, die schottische Brennereien zumeist für die Reifung ihres Destillates verwenden, kommen aus den USA, wo sie oft für die Reifung von Bourbon verwendet werden. Gebrauchte Bourbonfässer aus amerikanischer Weißeiche werden gerne verwendet, weil sie dem schottischen Whisky einen charakteristischen Geschmack verleihen. Ergänzend hierzu werden oft auch Fässer aus europäischer Eiche eingesetzt, in denen vorher Sherry, Port oder diverse Weinsorten lagerten. So weit, so gut. Doch was passiert, wenn nicht genügend Fässer oder – schlimmer noch – nicht genügend Eichenholz zur Herstellung der Fässer zur Verfügung stehen?



Caperdonich – das hässliche Entlein

Nov 15th, 2014 | By
Caperdonich Cask 7425 von 1972

Ja, ich gebe es zu. Ich trinke nicht nur Single Malts, ich sammle auch ein paar Besondere. Speziell die meiner Lieblingsbrennerei Caperdonich. Warum gerade Caperdonich? Am unbestreitbar fehlenden Flair dieses seit 2010 dem Erdboden gleich gemachten hässlichen Entleins liegt es sicher nicht. Auch der Ursprung von Caperdonich und ihre Geschichte sprechen nicht unbedingt dafür, ebenso wenig wie das Ende. Doch mir ist nicht unbedingt die Herkunft meines Glasinhaltes wichtig, mir geht um dessen Geschmack. Und hier hat diese Speyside-Brennerei einiges zu bieten. Wenn ich kurz auf das ‘Warum’ antworten will, sage ich meist: Weil man nie genau weiß, was in der Flasche wirklich drin ist… wenn man nicht vorher schon probiert oder Tastingnotes gelesen hat. Naja, ich habe noch andere Ausreden Gründe. Vieles scheint möglich, und ich habe bisher noch nicht einmal die Spitze des Eisberges probiert.



Whisky-Mythen, aufgeklärt

Oct 9th, 2014 | By
Bowmore Washback

Ach, was ranken sich im vermeintlichen Allgemeinwissen über Whisky doch Mythen. Damit meine ich natürlich nicht die im mystischen Verstand des Wortes. Es sind eher solche, die in der Öffentlichkeit über das Lebenswasser immer wieder verbreitet wurden und werden, bei näherer Betrachtung jedoch allenfalls als Vorurteil oder als Unwahrheit angesehen werden können. Nur weil Aussagen oft genug wiederholt werden, steigert das bekanntlich nicht deren Wahrheitsgehalt. Was ist also wirklich dran an den Mythen um das Lebenswasser? Was ist wahr, was ist falsch? Im Folgenden die Wahrheit zu den 10 wohl beliebtesten Whisky-Mythen.



Cotswolds – Distillery im Herzen Englands

Jul 24th, 2014 | By
Cotswolds Distillery Logo

Auch in England scheint der Whiskyboom angekommen zu sein, betrachtet man die steigende Zahl von Whiskybrennereien im Lande. Inklusive der sich noch in Planung oder Bau befindlichen Destillerien sollte England nun auch auf ein knappes Dutzend Brennereien kommen. In den Cotswolds, der Gegend, die auch als das Herz Englands bezeichnet wird, erfüllt sich Daniel Szor, ein Londoner aus der Finanzbranche, der sich vor ein paar Jahren in den Cotswolds niedergelassen hat, zur Zeit seinen Traum. Er baut sich ‘seine’ eigene Destillerie und kann bald ‘seinen’ eigenen Whisky brennen. In einem Interview mit dem Whisky-Journal beschreiben Daniel und der Head Distiller der Cotswolds Distillery, Alex Davies, die Hintergründe und Ziele des Projektes. Zunächst aber noch ein paar allgemeine Informationen über die neue Brennerei.



Milch und Honig in Israel

Apr 10th, 2014 | By
Milk and Honey Distillery logo

‘Was in Schweden, Indien und Taiwan möglich ist, soll doch hier auch klappen können’, dachten sich vor einiger Zeit 6 Whiskyfans in einer Bar in Tel Aviv. Wie so oft entstand also auch in Israel aus einer Schnapsidee die Idee Whisky zu brennen. Die Gründer der Milk & Honey Distillery sind sich aber sicher, dass das Interesse an Whisky im Heiligen Land groß genug ist, um traditionell hergestellten Single Malt Whisky dort erfolgreich vertreiben zu können. Somit wird bald wohl eine weitere Brennerei auf der Whiskyweltkarte auftauchen. Bis Milch und Honig zum ersten Mal fließen (und genossen werden können), gibt es allerdings noch einiges zu tun. Die Planungen scheinen aber soweit abgeschlossen zu sein.



NAS – Nicht Alles Saufen!

Mar 18th, 2014 | By
NAS Abfüllung Talisker Storm

Entschuldigt bitte die wenig vornehme Überschrift. Ich glaube aber, dass diese Übersetzung der Abkürzung ‘NAS’ (eigentlich ‘No Age Statement’) meine Sicht der Dinge ziemlich gut widerspiegelt. No Age Statement Whiskys, also Whiskyabfüllungen ohne Angabe zur Lagerungszeit auf der Flasche, sind zumindest bei den schottischen Herstellern von Whisky so populär wie zuletzt vor 50 Jahren. Viele in der Branche, insbesondere erfahrene Kunden, halten diesen Trend allerdings für problematisch. Manche sehen darin ‘nur’ einen Betrug am Kunden in Sachen Geschmack, andere fürchten gar, dass hieran die gesamte Whiskybranche zu Grunde gehen wird.



Das gewisse Extra an Geschmack

Feb 10th, 2014 | By
Whisky mit extra Geschmack von Honig und Schwarzkirsche

Whisky hat seinen ganz eigenen Geschmack. Manchmal ist er rauchig, manchmal ist er fruchtig, meistens ist es eine Mischung aus allen möglichen Aromen. Und gerade diese Vielfalt macht den Whisky so interessant. Hat man dazu noch einen Single Malt Whisky aus Schottland im Glas, kann man sicher sein, dass man nur Aromen präsentiert bekommt, die aus Destillation und Lagerung stammen. Es gibt keinerlei Zusatzstoffe, die den Geschmack beeinflussen würden. Teile der Whiskyindustrie bieten nun allerdings immer häufiger Spirituosen basierend auf Whisky an, die das gewisse Geschmacksextra durch künstlich zugesetzte Aromen erhalten. Allen voran Whiskyliköre mit Aromen von Honig, Zimt oder Schwarzkirschen.



Turbo-Reifung

Oct 8th, 2013 | By
Fary Lochan New Spirit

Wie sagt man doch noch so schön? ‘Gut Ding will Weile haben’. Das gilt nicht zuletzt für die Reifung von Whisky. Warum sonst sollte man einem echten Whisky sonst vorschreiben wollen, dass er mindestens 3 Jahre in Eichenholzfässern zu lagern hat? Und wenn man der Werbung glauben darf, dann steht in Tennessee – der Heimat von Jack Daniels – sogar die Zeit still. Aber… Zeit ist auch Geld! Und das gilt insbesondere für neuere und kleinere Brennereien, denen das Kapital für eine Lagerung von mehr als 3 Jahren fehlt. Und es gilt für Brennereien, deren Standort eine längere Lagerung einfach nicht zulässt. Und es gilt für Brennereien, die sich um die Tradition des Whiskys weniger scheren als um den Versuch, etwas Neues präsentieren zu können. Stichwort: Turbo-Reifung.



Der Whisky, der Torf und der Rauch

Apr 27th, 2013 | By

Entweder man liebt ihn oder man hasst ihn: den Rauch in seinem Whisky. Dazwischen gibt es wohl keine Mischungen aus Schwarz und Weiß. Aussagen vom schlichten ‘Bah!’ über ‘an einem Aschenbecher lecken’ und ‘je rauchiger, desto besser’ bis hin zu ‘das ist doch das Beste am Whisky’ lassen sich den mehr und weniger geneigten Whiskytrinkern zu diesem Thema entlocken. Der Torf bzw. der Rauch, der aus dem abbrennenden Torf das Malz trocknet, ist in einem Whisky sicherlich das hervorstechendste geschmackliche Merkmal – und polarisiert mehr als andere Aromen.